Olivenernte in Kalabrien

Olivenernte in Kalabrien

Es ist Ende Oktober und meine Reise führt mich nach Kalabrien. Von dorther kommen nämlich die Oliven für eines unserer beliebtesten Olivenöle – von den Küstenhängen in Scalea.

Abgeholt werde ich von Giovanni, einem der drei Brüder, deren Familie schon seit Generationen die Ölmühle betreibt, in der unsere Oliven verarbeitet werden. Wir fahren über die Küstenstraßen an endlosen Olivenhainen vorbei, auf denen im Moment viele Menschen im Einsatz sind, denn die Erntezeit hat vor einigen Tagen begonnen. Die Ernte ist viel Handarbeit: Mit Leiter und Harke oder mithilfe von Baumrüttlern werden die Früchte von den Bäumen geschüttelt, auf Netzen aufgefangen, und dann wird das Blattwerk aussortiert. 

Einer der Arbeiter ist Pino, der älteste der Brüder, der die Aufsicht über die Ernte hat. Pino führt mich ein bisschen auf dem Feld herum und erklärt mir, worauf es bei der Ernte ankommt. Es ist wichtig, dass die Oliven trotz aller Sorgfalt relativ schnell geerntet werden, da es immer unvorhergesehene Regenfälle geben kann, die den Früchten schaden würden. Zum Zeitpunkt der Ernte sind die Oliven noch nicht vollreif, und die spätere Ölausbeute ist relativ gering. Dafür geben die prallen grünen und schwarzen Oliven aber ein Öl mit ausgesprochen fruchtigem Charakter.

Die Oliven werden sofort in Kisten umgefüllt und auf einen der vier Transporter geladen. Danach geht es direkt zur Ölmühle. Bis zur Verarbeitung vergehen weniger als drei Stunden. So verhindert man, dass sich Druckstellen bilden, an denen sich Bitterstoffe entwickeln. So bleibt das Öl besonders mild.

Pino zeigt mir stolz die Ölmühle, die schon seine Großeltern gegründet haben. Große Steinräder mahlen wie in alten Zeiten langsam, aber stetig über die Oliven. So werden die drei verwendeten Olivensorten zu einer homogenen Masse vermahlen. Das ist die Voraussetzung für die gleichbleibende Qualität des Öls. Danach wird in einer modernen Anlage das Öl kalt extrahiert. Kalt heißt hier: weit unter der Normtemperatur von 27 °C. Nur so erhält man ein Olio Extra Vergine von dieser Klasse. 

Aus 100 Kilo Oliven werden nur 12 bis 14 Liter Öl gewonnen. Die Pflege der Haine, die Ernte und die Verarbeitung der Früchte – das meiste davon ist bis heute reine Handarbeit. Ich verstehe nach einem Tag im Olivenhain, warum das Öl auch als flüssiges Gold bezeichnet wird. 

In der Zwischenzeit, hat Pino etwas frisches Brot geholt und hält eine kleine Schale unter den Ölfluss. Ich habe noch nie ein so frisches Olivenöl direkt aus der Presse probiert und es übertrifft alle Erwartungen.

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